Rückblick auf Aktivitäten des Brochterbecker Heimatvereins

Berichte und Eindrücke vergangener Vereinsaktionen


Der Herbst ist da

Mit leuchtenden Augen, bunten Farben und jeder Menge Tatendrang machten sich 17 Kinder bei der Drachenaktion des Heimatvereins Brochterbeck ans Werk. Da ein Kind krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte, sprang kurzerhand seine Großmutter als Baumeisterin ein. Gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern waren Kinder ab fünf Jahren eingeladen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und einen ganz eigenen Drachen zu bauen.

Mehrere Kinder und Erwachsene sitzen und stehen an langen, mit bunten Tischdecken bedeckten Tischen in einem hellen Raum. Die Kinder beschäftigen sich mit Bastel- oder Malaktivitäten, während einige Erwachsene danebenstehen oder sich unterhalten. Im Hintergrund sind große Fenster mit Tageslicht und weitere Personen zu sehen. Die Atmosphäre wirkt lebhaft und gemeinschaftlich.
Wir basteln Drachen Foto: © MaLa

Schon bald verwandelte sich der Arbeitsbereich in eine kleine Kreativwerkstatt: Mit viel Freude gestalteten die Kinder ihre Drachen in kräftigen Farben und mit individuellen Motiven. Danach waren Geduld, Fingerspitzengefühl und genaues Arbeiten gefragt: die Ränder des Drachengewebes mussten verklebt werden, die Taschen für die Stäbe des Drachenkreuzes mussten angebracht und die Stäbe passgenau ausgemessen werden. Anschließend wurde die Drachen-Waage befestigt und dann jeder Drachen mit einem langen Schwanz versehen.                                    

Tatkräftige und fachkundige Unterstützung erhielt der Heimatverein Brochterbeck vom Drachenclub Höhenwahn. Einige erfahrene Vereinsmitglieder standen den kleinen Baumeisterinnen und Baumeistern mit praktischen Tipps, helfenden Händen und viel Geduld zur Seite. So entstand Schritt für Schritt aus Stoff, Stäben und Schnur ein flugfähiger Drachen, den jedes Kind am Ende stolz mit nach Hause nehmen konnte.                                                                                                         
Nach der konzentrierten Bastelarbeit konnten es viele Kinder kaum erwarten, ihre selbst gebauten Drachen auf der Dast, dem weitläufigen Clubgelände des Drachenvereins, zum ersten Mal steigen zu lassen. Doch an diesem Tag machte sich der Wind rar. Davon ließen sich die jungen Drachenfans allerdings nicht entmutigen: Mit viel Ausdauer rannten sie kreuz und quer über das Gelände, bis sich die farbenfrohen Drachen schließlich in die Luft erhoben. So wurde selbst die Windstille zu einem fröhlichen und bewegungsreichen Erlebnis.        

Eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern steht auf einer Wiese. Die Kinder halten bunte Drachen mit langen, rot-weißen Bändern. Im Hintergrund sind Häuser und eine weite Landschaft mit Feldern und Bäumen zu sehen. Der Himmel ist bewölkt.
Unsere Drachen sind fertig. Foto: © MaLa

Ein Wiedersehen mit den bunten Himmelsstürmern gibt es schon bald: Während der Brochterbecker Herbstschau am 18. Oktober sind die Drachenfreunde wieder oben auf der Dast anzutreffen. Alle Teilnehmenden der Bastelaktion sind herzlich eingeladen, ihre selbst gebauten Drachen mitzubringen und sie gemeinsam in den Herbsthimmel steigen zu lassen. Mit etwas Glück sorgt dann eine frische Brise für besonders schöne Flugmomente.


Vom Erdbeerfeld ins Marmeladenglas

Mehrere Kinder pflücken Erdbeeren auf dem Hof Freude. Sie bücken sich zwischen den Reihen von Erdbeerpflanzen, die auf mit Stroh bedecktem Boden wachsen. Im Hintergrund stehen Erwachsene. Die Szene spielt an einem sonnigen Tag, die Kinder tragen sommerliche Kleidung und Hüte.
Die roten Früchte leuchten in der Sonne. Foto:© MaLa

Konfitüre oder Marmelade – für die Kinder war das eine völlig unnötige Frage. Lecker sollte der Brotaufstrich werden, selbstgemacht und am besten aus Früchten, die sie zuvor eigenhändig gepflückt hatten. Direkt von der Pflanze in den Topf: Nach dem Pürieren wurden die Erdbeeren eingekocht und anschließend in Gläser abgefüllt.

Auf Einladung des Heimatvereins Brochterbeck trafen sich 14 Kinder auf dem Bauernhof Freude. Von dort machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum Erdbeerfeld, denn bevor die süßen Früchte verarbeitet werden konnten, mussten sie zunächst gepflückt werden.

Auf dem Feld erklärte Theresa Freude den Kindern, worauf es beim Pflücken ankommt: ob die Erdbeeren mit oder ohne grünen Blattansatz geerntet werden, warum Stroh zwischen den Pflanzreihen liegt, wie lange Erdbeerpflanzen wachsen und wann neue gesetzt werden müssen. Auch die Frage, wer eigentlich die großen Felder aberntet, wurde beantwortet.
Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten interessiert zu. Noch verlockender waren allerdings die leuchtend roten Erdbeeren, von denen einige direkt im Mund der engagierten Pflückerinnen und Pflücker landeten. Doch auch die Schälchen füllten sich schnell, sodass es bald mit gut gefüllten Obstkisten zurück zum Hof Freude ging.

Dort standen für die Kinder frisches Obst und Getränke bereit, bevor es direkt an die Verarbeitung der Erdbeeren ging: wiegen, waschen, den Blattansatz entfernen, pürieren, mit Zucker kochen und schließlich in Gläser abfüllen. Alles geschah vor Ort. Als die Eltern kamen, um ihre Kinder abzuholen, mussten sie nur dem Duft des kochenden Erdbeermuses folgen.

Glücklich, zufrieden und mit einem großen Dankeschön an Familie Freude machten sich die Kinder am Ende mit ihrer selbstgemachten Erdbeermarmelade auf den Heimweg.

Eine Gruppe von Kindern und vier Erwachsenen steht im Freien vor hohen grünen Pflanzen. Die Kinder halten Behälter mit roten Erdbeeren in den Händen. Im Hintergrund sind Felder, Bäume und ein weiter Blick in die Landschaft zu sehen. Die Kleidung ist sommerlich, viele tragen kurze Hosen und T-Shirts. Die Szene vermittelt den Eindruck einer gemeinsamen Aktivität im Rahmen einer Kinderaktion.
Die Teilnehmenden an der Erbeeraktion. Foto: © MaLa